born Nürnberg, 01. Sep 1893
died Nürnberg, 18. Nov 1976
1918 beendete er seine Offizierslaufbahn und wurde Maler, als solcher war er Autodidakt. Kuchs Lieblingsmotive waren Lokomotiven und Eisenbahnen, meist in rasender Fahrt. Auch seine Bilder des alten Nürnberg sind bemerkenswert, als Nachtmotiv wirken sie romantisch-gespenstisch mit einer überhöhten Sichtweise. Er arbeitete auch als Theatermaler. Er malte in Öl, Mischtechnik und brachte auch viele Radierungen heraus. Daneben war er erfolgreich als Innenarchitekt tätig und führte auch öffentliche Arbeiten aus. Er arbeitete als Illustrator für die Firma Märklin, die seine Vorlagen für Kataloge und Verpackungen verwendete. 1930 meldete er ein Patent für eine Leitschienenbahn an, das 1931 erteilt wurde. Erbaut und erprobt wurde die Bahn nach dem Verfall des Patents in den USA und Japan. Auch die Pariser Metro wurde auf sein Konstruktionsprinzip umgestellt. Ende der 1960er Jahre wurden Kuchs Spielzeugrennbahnen ein Welterfolg. 1924/ 1943 wohnte er in der Bucher Straße 21, das Geschäftslokal bzw. Atelier befanden sich am Neutorzwinger 3. Mitglied der Nürnberger Kunstgenossenschaft und der Künstlergruppe „Die Hütte“, ebenso der Gesellschaft der Förderer der europäischen Schnellbahnen.
MuS: NÜRNBERG, MStN: zwei Gemälde; –, Slg. Grieb.
Lit.: Rösermüller, 1928; NN vom 19.1.1976; Stadtlexikon 2000.
Ausst.: 1920/1; 1921/1; 1922/1; 1924/1, –/2; 1929/4; 1941/12; 1994/5.
Period: 20th c.