Caspar d. Ä.
Beutmüller

goldsmith, silverworker, ,

born Venedig

buried Nürnberg, 08. Apr 1618

ehemals Grab Nr. 2042 auf dem Johannisfriedhof, Epitaph dat. 1605, es befindet sich heute auf Grab Nr. 45. Bruder des Hans. ∞ I) 21.4. 1585 Apollonia (get. 2.3.1567 – begr. 26.2.1586), Tochter des Hans Koeppel, Goldschmied; II) Juni 1586 Ursula (begr. 20.1.1604), Tochter des Leonhard Müller Goldschmied; III) 30.10.1605 Anna († nach 1619), Tochter des Andreas Bretschneider, Kürschner. 1584 wurde ihm erlaubt, außerhalb der Reihe die Meisterprüfung anzutreten, weil er mit einer Goldschmiedstochter verlobt war. Am 25.8.1585 bestand er die Meisterprüfung und leistete am 29.8.1585 den Meistereid. Am 15.1.1586 wurde er in das Bürgerbuch eingetragen, wobei er ein erhöhtes Bürgergeld bezahlte, er war also vermögend. 1596-1618 Genannter, 1611-14 Geschworener. Mz: drei Mühleisen. Mit Rv. vom 15.10.1611 wurde ihm erlaubt, einen Silberkram (Verkaufsstand) bei der Schau am Hauptmarkt aufzurichten. Von Beutmüller sind mehrere Doppelpokale bekannt, außerdem figürliche Trinkgeschirre und Satzbecher. 1606 fertigte er einen Schild für den Geleitsmann des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach, der sich heute im Bayerischen Nationalmuseum befindet. 1612 verkaufte er ein Trinkgeschirr an Martin Peller. Ein Jahr später verkaufte er oder sein Bruder Hans (widersprüchliche Angaben in den Quellen) dem Rat ein Silbergeschirr mit Schmeck (Silberblumenstrauß). 1587 erwarb er um 1700 fl. von den Miterben die schwiegerväterliche Behausung Bindergasse 12/Ecke Leonhardsgäßchen, wo er bis zu seinem Tod wohnte. Im Sterbeeintrag wurde er als Silberhändler und Juwelier bezeichnet, er handelte also auch mit Goldschmiedearbeiten. Seine Tochter Maria heiratete am 29.7.1607 den Goldschmied Reinhold Mühl; seine Tochter Ursula am 6.6.1620 den Goldschmied Hans Groß.


MuS:
BUDAPEST, Kunstgew.-Mus.: Satzbecher, Ende. 16. Jh.

LONDON, BM: Satzbecher mit Sternzeichen Skorpion und gravierter Schlachtenszene am oberen Rand, um 1600.

NEW YORK, Metrop. Mus.: Doppelpokal, um 1600.

ROM, Mus. di Pal. Venezia, Slg Wurts: Renaiss.-Kelch mit getriebener Schweifwerkornamentik, Ende 16. Jh.

ZÜRICH, Schweiz. Landes-Mus.: Pokal, dat. 1598.


Lit.: AKL; Thieme-Becker; Rosenberg 4046; Roth, 1802; Stockbauer, 1893 Nr. 533; Hampe, Rv.; KDM Nürnberg, 1977; Zahn, DI-N Nr. 2779; Jamnitzer, 1985; Goldschmiedekunst, 2007 Nr. 60; Kohn, NHb Sebald.


(zitiert aus dem Nürnberger Künstlerlexikon, Herausgegeben von Manfred H. Grieb)


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