Nicolaus Hieronymus
Höfler (Höeffer)

goldsmith, silverworker

born Nürnberg, 06. Feb 1660

buried Nürnberg, 11. Apr 1738

Sohn des Johann; Bruder des Johann Philipp, beide Goldschmiede. ∞ I) 27.11.1682 Euphrosina (begr. 15.8.1723), Tochter des Alexander Reichert Goldschmied; II) 22.5.1726 Margaretha, Tochter des Joseph Ort, Klingenschmied in Wendelstein. 1672-77 Lehre bei seinem Vater. Am 8.2.1681 bestand er die Meisterprüfung. 1697-1701 und 1709-1713 Geschworener, 1709-38 Genannter, ab 1724 Ratsherr (Handwerksherr). Während seiner 56 Jahre dauernden Schaffenszeit paßte er sich dem jeweiligen Zeitgeschmack an. Es sind von ihm Prunkplatten und Kugelfußbecher erhalten, dekoriert mit reichem Akanthus, plastisch herausgearbeiteten Fruchtbündeln, Landschaftsmotiven und Cäsarenköpfen, den Merkmalen für Arbeiten des späten 17. Jh. Später fertigte er Gefäße für die beliebt gewordenen Heißgetränke, Tee- und Kaffeekannen und Zuckerdosen; dabei verwendete er auch die in Ornamentstichvorlagen verbreiteten Laub- und Bandelwerkdekore. Außerdem stellte Höfler qualitätvoll gearbeitetes Kirchengerät her. Er bildete folgende Lehrlinge aus: Heinrich Huber (1683-88); Anton Paulin (1691-96); Christoph Zwicknagel (1705-16); Johann Andreas Götz (1710-16, wurde Meister in Augsburg); Johann Moritz Brenner (1737-38). 1711 gehörte Höfler das Haus Obere Schmiedgasse 17, das er um 1722 verkaufte. Zum Schluß wohnte er im Nägeleinsgäßlein; im Ratstotenbuch wurde er mit den ehrenden Beinamen „Erbar, Vorachtbar und Weise“ bezeichnet. Sein Portrait befindet sich im Vorgeherbuch der Goldschmiede, Bl. 3. Seine Witwe heiratete am 14.11.1740 den Goldschmied Martin Christoph Kolb; seine Tochter Anna Barbara am 22.6.1716 den Goldschmied Matthäus Städlein.

Museen: Nürnberg, GNM ; Köln, Schokoladenmuseum

Lit.: Rosenberg 4289 (Marke steht auf dem Kopf); Roth, 1802; Stockbauer, 1893; Jamnitzer, 1985; Goldschmiedekunst, 2007 Nr. 367.

Ausst.: 1959/27 Nr. 217, 218; 1990/10 Nr. 26, 27; 1992/18 Nr. 179.


Style: Baroque

Period: 18th c.

Works of art

Look at all works